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Beschreibung Fort Lauderdale:

Diese kleine Gemeinde im Süden Floridas, die noch vor weniger als einem Jahrhundert ein unbedeutender Ort war, ist förmlich explodiert. Heute leben hier über eine Millionen Menschen. Es ist schon fast sinnbildlich, wie schnell die Geschichte der Vereinigten Staaten das Schicksal kleiner Orte ändern kann. In der Tat ist Fort Lauderdale die repräsentativste Stadt des Verwaltungsbezirks Broward: alle hiesigen Strukturen sind erst vor kurzem entstanden und im Gleichschritt mit dem steigenden Interesse der Touristen für Sonne, Strände und die naturkundlichen Schönheiten dieser Region gewachsen. Die Küste und das Landesinnere wurden von den Eingeborenen mindestens 8000 Jahre lang bewohnt. Doch kürzlich wurden Spuren von noch älteren Zivilisationen gefunden. Die ersten Europäer, die sich für die Schönheit dieses Gebiets interessierten, das wegen seiner Fruchtbarkeit und Anmut den Namen “Florida” (florido=blühend, A.d.Ü.) erhielt, waren die Spanier, die hier um 1500 in der Nähe des Dorfes Tequesta im Mündungsgebiet des Miami an Land gingen. Sie wurden von den Indianern ganz und gar nicht gastfreundlich aufgenommen, im Gegenteil, die Auseinandersetzungen zwischen den Eingeborenen und den Kolonisatoren waren sehr hart. Die Seminole fochten unerbittlich, doch am Ende wurden sie blutig niedergeschlagen und die Überlebenden ins Hinterland zurückgedrängt. Die Spanier blieben nur kurze Zeit. Ihnen folgten die Engländer, die das Gebiet aber schon nach zwanzig Jahren wieder an die Spanier und an die Kolonisatoren zurückgaben. Diese waren Landwirte, die nur daran interessiert waren, das Land zu bewirtschaften. Die Spanier, die an dem nunmehr urbar gemachten und sehr produktiven Land interessiert waren, entfachten weitere Kämpfe und nutzten das Land in ihrem Interesse, bis es den Vereinigten Staaten 1821 gelang, das Terrain zu annektieren. Fort Lauderdale war ganz am Beginn ein kleines Fort. Ein Posten, der die hier verlaufende Eisenbahn schützen und die Küste, an der sich immer mal wieder Piraten blicken ließen, kontrollieren sollte. Heute ist die Stadt ein hochmodernes Ferienzentrum, in dem auf baulichem und touristischem Sektor umfangreiche Arbeiten geleistet worden sind: in den vergangenen Jahren wurden in Fort Lauderdale über 30 Millionen Dollar in moderne und ehrgeizige Bauten investiert, die aus der Stadt einen authentischen Garten gemacht haben, mit Kanälen, Wasserspielen, Brunnen und schönen zeitgenössischen Kunstwerken. Fort Lauderdale, das auch das “amerikanische Venedig” genannt wird, zählt zu seinen Attraktionen den bekannten Riverwalk, eine Uferpromenade mit Panoramablick, die mit ihren Boutiquen, Restaurants, Geschäften und Museen wohl schönste Fußgängerzone Floridas in einem typischen Ambiente der Tropen. Das Kongresszentrum Broward Center for the Performing Arts beherbergt herausragende Schauspielaufführungen und künstlerische Veranstaltungen. Von großer Bedeutung ist auch die International Swimming Hall of Fame, die den Größen des Schwimmsports gewidmet ist, zu denen auch Johnny Weissmuller (einer der erfolgreichsten Tarzan-Darsteller) und die legendären Schwimmer Greg Louganis und Mark Spitz gehören. Daneben befindet sich die Hall of Fame Aquatic Complex, einer der zukunftsweisendsten Sportkomplexe der Welt. Zahlreiche mit Sport- und Spielplätzen ausgerichtete Parks laden zum Torwandschießen oder zum Fußball-, Basketball-, Baseball- oder American Footballspiel ein. Weiterhin gibt es viele Fitness-Pfade im Freien, die der Bevölkerung frei zugänglich sind, und die aus Fort Lauderdale eine jugendliche und dynamische Stadt machen, in der das Wohlergehen eine Eroberung ist, die durch körperliches Training an der frischen Luft verteidigt wird.