2014 Formel 1 Grand Prix in Spielberg – Reisewelt Reisebegleitung

Mein 1. Einsatz als Bus-Reisebegleiter führte mich zum 1. Formel 1 Grand Prix in Österreich seit 11 Jahren nach Spielberg. Die Reisewelt verkaufte zwei Busse für diesen Renntag. Abfahrt war bereits um 06.00 Uhr beim Linzer Stadion und ich stieg beim Bus der Firma Stern Wintereder gleich in Laakirchen West zu, leider schon um 04.45 Uhr!!! Mit 40 Personen ging es dann los und es war ein interessanter Tag mit viel Sonne in Spielberg. Da die Busse erst um 19.00 Uhr die Heimfahrt antreten durften, hatten wir noch genügend Zeit, die Rennstrecke abzugehen und viele tolle Fotos zu machen. Um 18.50 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, wo wir um 21.30 Uhr in Sattledt ankamen und ich den Bus verließ.

Obwohl es ein schöner Tag war gab es doch einige Mängel, die ich mit einem Leserbrief an die zuständigen Stellen schickte.

 

Spielberg super  –  aber nicht alles !!!

Als Teilnehmer der vom Land OÖ – Landeszeitung Unser OÖ – perfekt inizierten Busfahrt zum Formel 1-Rennen nach Spielberg möchte ich folgendes festhalten:

Dank Herrn Mateschitz – und nur dank ihm, denn die Behörden/Politik alleine hätten es wieder einmal nicht geschafft (siehe div. Anläufe) – wurde ein tolles Wochenende in dieser steirischen Region geboten, das allerdings einige verbesserungswürdige Punkte aufweist. Dies aus der Sicht eines Teilnehmers im Stehplatzbereich, wo die Berichterstatter sicher nicht hinkommen.

Und ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass nur die Zuschauer ein tolles Ambiente schafften, wenn ich an die super Idee der rot/weiß/roten Tribünen denke.

Verpflegung – Gesamtbewertung sehr schlecht:

Jedes Feuerwehr- oder Musikfest in OÖ ist besser organisiert. Man stelle sich vor: Die Mitnahme von Getränken ist nur mit 0,5 lt. pro Person erlaubt (wahrscheinlich eine Vorgabe der Marketing-spezialisten der Formula 1). OK, man kann sich ja was kaufen ….. aber was vor Ort an Verpflegung und Getränken bei 27 Grad und das über 7 Stunden lang geboten wurde, grenzt an Frechheit: Zuerst heißt es 20 Min. Anstellen bei einer Kassa, wo zwei liebe, aber überforderte Mädchen Bons verkaufen und mit dem Zusammenrechnen ohne Tabelle leichte Probleme haben. Dann hat man die Bons und dann heißt es wieder ca. 20 bis 25 Min. Anstellen, um die Getränke – von den Speisen möchte ich gar nicht reden – abzuholen. Es spielten sich zum Teil schon gefährliche Szenen von sehr gereizten Besuchern ab, die so wie ich 40 Min. des Rennens versäumten!!!! Aber bei 27 Grad muss man trinken!!!! Die Ausgabe war mit mind 70 % zu wenig Personal besetzt und das waren zu 90% überforderte Jugendliche. Ab 15.30 Uhr war an manchen Versorgungsstellen nichts mehr zu bekommen. Ich habe übrigens 3 x versucht, Getränke zu erwerben!!!! Wenn schon das billigste Getränke = 0,5 lt. Mineral Euro 3,50 kostet (0,5 lt. Bier übrigens nur Euro 4,50 – wo bleibt das Jugendgetränk bzw. die Familienfreundlichkeit??), dann sollte ein reibungsloser Verkauf organisiert werden.

Mir ist schon klar, dass 100.000 Personen nicht wenig sind, aber wenn der Veranstalter Probleme hat, wir Oberösterreicher helfen immer gerne und das nicht nur bei Katastropheneinsätzen.

Zur Dokumentation einige Fotos:

Transport:

Dass ein Verkehrsaufkommen dieser Größenordnung für Stau sorgt ist verständlich. Dass aber die Busreisenden gegenüber den einzelnen PKW´s gestraft werden, ist nicht einzusehen. Um 15.52 Uhr war das Geschehen zu Ende, sofort wurden die ohnehin fast ausverkauften Verpflegungsstände geschlossen und um 16.00 Uhr wurde die Musik abgedreht! Dann hieß es für Busgäste warten bis 19.00 Uhr, da diese erst dann auf die Straße durften. Ich denke, gerade Busse sollten gegenüber den PKW´s bevorteilt werden.

Musiker Gabalier:

Wenn schon der angeblich zur Zeit berühmteste Steirer unsere Bundeshymne singen darf, dann bitte in der Originalfassung und nicht verkitscht. Ich habe als stolzer Österreicher bemüht mitzusingen, es ist mir aber nicht gelungen – und das hat die halbe Welt gehört – Leider. Das war ganz einfach inakzeptabel und die Buh-Rufe im Stehplatzbereich wurden sicher nicht bis zur Boxengasse gehört. Die Preisübergabe bei der Siegerehrung durch einen Sänger ist für mich auch nicht logisch, aber das ist wohl Geschmackssache.

Freundliche Grüße VBgm Konsulent Gerald STUTZ

4720 Neumarkt/H.

Hier ist der abgedruckte – leider gekürzte – Leserbrief in den OÖ Nachrichten vom 1.7.2014: