Wetter: VM: sonnig, 27° NM: sonnig, 35°
07.30 Uhr Tagwache; duschen möglich; 08.00 FR im Hotelrestaurant; afrikanisch gut; Tee, Instantkaffee; 09.10 AB mit Bus vom Hotel – Fahrer Sunday; 09.50 AN Knaben-Priesterseminar „Herz Jesu“ (hier hat auch Pfarrer Richard mit 13 Jahren begonnen); Empfang durch Rektor Stanislaus Uche Onodugo und Rundgang durch Klassenzimmer mit Fotoshooting; 10.55 AB vom Knaben-Priesterseminar; 11.25 AN in Udi (Dorf außerhalb von Enugu) und Empfang beim Weihbischof von Enugu Ernest Obodo in der Hauskapelle des Bischofshof; Aperitiv mit Bier, Wein, Pie, Kuchen, Eis….., Projektleiterin des Ministeriums in Abusha kommt auch vorbei (Selfi-Queen!!! von der Eröffnung der Krankenstation); 12.10 Besichtigung des Bischofshofes mit dem Gartenanbau, Schweine- und Hühnerstall; ab heute wird ein 450 Meter tiefer Brunnen gebohrt; 13.00 Ende Rundgang; ME mit Weihbischof Ernest im Bischofshof; Buffet alles aus eigenem Anbau; Reis, Huhn, Gemüse; 13.40 AB vom Bischofshof; 14.35 AN Governeurshaus „Lion Building“; warten im eiskalten Vorzimmer; Abgabe unserer Handys; 16.25 Empfang durch Governeur von Enugu Dr. Peter Mbah im Konferenzzimmer; Vorstellung der Gruppe und des Projektes Krankenstation; Governeur erklärt den Bundesstaat Enugu und seine Projekte; Geschenkeaustausch; Gruppenfoto; 17.00 Ende des Empfanges; Gruppenfoto vor Gebäude; 17.30 AB vom Governeurshaus; 17.40 AN im Hotel; relaxen; Handyarbeit; Bier aus Hotelrestaurant für Zimmer; AE in WhatsApp-Gruppe bestellen; 19.05 AB mit Bus vom Hotel; 19.20 AE im Restaurant „Veronica“; 20.15 Vorspeise Frühlingsrollen werden serviert; 21.05 Hauptspeise Chicken Wings mit Pommes und Coleslaw wird mir als letzter der Gruppe serviert, 2 Biere; 22.00 AB mit Bus vom Restaurant; 22.10 AN Hotel; Handyarbeit; 22.40 Nachtruhe
- Allgemeine Fotos
- Knaben Priesterseminar
- VIDEOS Knaben Priesterseminar
- Empfang Weihbischof Ernest
- VIDEOS Empfang Weihbischof Ernest
- Empfang Governeur von Enugu
- Reisetagebuch von Dr. Gernot Lehner
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durch Richard | deutsche Wörter |
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Besuch Knabenpriesterseminar
420 Schüler, Alter 9 bis 18, Rektor Stanislaus Uche Onodugo, Internat, Heimreise alle 3 Monate, Klassengröße rd 40 Kinder, rd 20 % werden letztlich Priester, auch Richard war hier, Kinder sind freundlich und diszipliniert.
Besuch beim Weihbischof Ernest
Wir sind bei Weihbischof Obodo eingeladen. Seine Residenz ist in Udi am Land. Er betreibt eine Landwirtschaft und ist mit einem weiteren großen landwirtschaftlichen Projekt beschäftigt. Dzt. 10 ha, zusätzlich 500 ha in Errichtung. Das Projekt umfasst in der Endausbaustufe Schulen und eine Universität. Zeithorizont 20 Jahre. Unterstützung aus Österreich bis 75 %. Ziel ist die Ausbildung von Landwirten, Hilfe zur Selbsthilfe. Wasser kommt aus 450 m tiefen Brunnen. Daneben ist der Weihbischof u.a. für die diözesanen Schulen und die Priesterseminare zuständig. Er hat um 2015 in Innsbruck studiert und gute Kontakte nach Österreich. Er spricht sehr gut deutsch.
Empfang beim Governeur
Nachdem wir bereits zahlreiche Vertreter der Elite des Landes getroffen haben, fehlt noch ein Besuch beim Governor (= Landeshauptmann) von Enugu State (einer von 36 Bundesstaaten Nigerias). Richard hat, unterstützt von seinem Freund Professor Anieke, auch hier noch einen Termin organisiert. Wir fahren direkt vom Weihbischof ins Regierungsviertel von Enugu, wo Christian Anieke schon auf uns wartet. Wir werden ohne große Formalitäten in das gut gesicherte Gebäude eingelassen (nur unsere Securitis dürfen wir nicht mitnehmen) und verbringen einige Zeit wartend im Vorzimmer. Der Justizminister wartet mit uns auf seinen Termin. Das Handy mussten wir abgeben, daher nur offizielle Fotos vom Zentrum der Macht.
Inzwischen führen wir interessante Gespräche mit Prof. Anieke und der zwischenzeitig eingetretenen „rechten Hand“ des Governors. Er berichtet von Investments österreichischer Unternehmen und vom österreichischen Regierungsmitglied im Kabinett, Andreas Gebauer, der sehr aktiv in der Herstellung von Wirtschaftsbeziehungen ist. Beispielsweise gibt es zahlreiche Aktivitäten im Wasserleitungs- und Straßenbau. Auch der Flughafen wird ausgebaut, eine Airline soll aufgebaut werden, Hotels werden errichtet, ein riesiges Konferenzzentrum existiert ja bereits.
Der Governor ist seit rund einem Jahr im Amt. Er ist Ölindustrieller und hat ein Untersee-Öllager samt Pipeline errichtet. Neben Öl im Süden verfügt Nigeria über Gold- und Diamantvorkommen im Norden. Dieser Reichtum kommt jedoch nicht bei der Bevölkerung an. Gründe sind v.a. Korruption und islamistischer Terror im Norden. Die Schürf- und Förderrechte liegen beim Staat, der Lizenzen vergibt.
Nach ca. 1 1/2 Stunden Wartezeit in einem stark klimatisierten Wertebereich werden wir in einen abgedunkelten und tiefgekühlten Konferenzraum ohne Fenster geführt. Nach Herstellung der Sitzordnung erscheint der Governor und übernimmt den Vorsitz auf einem großen roten Lehnstuhl mit Staatswappen. Prof. Anieke übernimmt eloquent unsere Vorstellung, im Anschluss drückt uns der Governor seinen Dank für die Errichtung der Kranken- und Geburtenstation aus und berichtet von seinen Österreich-Connections und von seinen vor kurzem erfolgten Wien-Besuchen. Zu seinen Plänen gehört der Ausbau der Infrastruktur, des Schulwesens und des Tourismus. In Nigeria gibt es 20 Millionen Kinder, die NICHT zur Schule gehen. In Enugu sind es nur 1 % eines Jahrgangs. Überhaupt scheint Enugu ein sehr aufstrebender Bundesstaat zu sein. Die hier lebende ethnische Gruppe der Ibos wird als sehr fleißig beschrieben.
Auch das Gesundheitssystem ist im Aufbau. Ein Problem ist, dass es keine allgemeine Krankenversicherung gibt. Bei der Geburt sterben 10 von 100 Kindern und 1 bis 2 % der Mütter. Der Dank für die in einer sehr armen und nur über äußerst schlechte Straßen erreichbaren Dorf errichteten Kranken- und Geburtenstation ist daher auch so groß.
Im Anschluss erklärt Richard das Projekt noch im Detail, bedankt sich und übergibt das Wort an Helmuth, der dem Governor unsere Eindrücke von Nigeria schildert und ebenfalls unseren Dank für den Empfang zum Ausdruck bringt. Maria überreicht unser Geschenk, der Governor überreicht uns einen goldenen Wappenteller mit dem Wahlspruch „Tomorrow is Here“. Wenn man sich die Bevölkerungsentwicklung anschaut, ist das höchstwahrscheinlich tatsächlich so.
Der Empfang beim Governor war jedenfalls sehr beeindruckend und eine große Ehre für uns.
